So schaffen Sie’s

Gratulation – Sie haben Ihren Vorsatz nun  gefasst und möchten innerhalb der nächsten drei Tage  mit der Veränderung Ihrer Gewohnheiten anfangen.  Bevor Sie sich zwar voller Elan, aber ohne genauen Plan in Ihren neuen Alltag stürzen,  empfehlen wir Ihnen folgende Planungshilfen:

Konzentrieren Sie sich auf ein einziges realistisches Vorhaben.
Oft werden gute Vorsätze nach einer Phase des süssen Nichtstuns wie z. B.  nach den Ferien oder Festtagen gefasst, wo man es so richtig hat krachen lassen: zu viele Drinks, zu viele Zigaretten, zu fettes Essen und  no sports.  Der Körper schreit dann förmlich nach einer Generalüberholung, und oft tendiert man dazu, alles auf einmal  zu wollen.  Das Vorhaben, gleichzeitig mit Rauchen aufzuhören,  die Ernährung umzustellen und auf einen Marathon zu trainieren, ist utopisch. Fragen Sie sich, was Ihnen im Moment wirklich wichtig ist und malen Sie sich den Nutzen aus, der Ihnen jedes einzelne Vorhaben bringen soll. Machen Sie eine Prioritätenliste: Ist Ihnen Ihre Gesundheit oder Ihr Aussehen wichtiger? Wenn Sie sich in erster Linie Sorgen um Ihre Gesundheit machen, dann  hören Sie jetzt mit Rauchen auf. Ihr Gewicht und Ihr Essverhalten werden sich vermutlich in der ersten Rauchstopp-Phase sowieso verändern. Wenn Sie über längere Zeit  geschafft haben, aufs Rauchen zu verzichten, können Sie nun,  da Sie wieder Vertrauen  in Ihre eigene Willenskraft haben, Ihr Gewichtsproblem angehen.

Malen Sie sich aus, wie sich Veränderung/Stillstand auf Ihr Leben auswirken.
Stellen Sie sich vor, wie Sie nach Ihrem angestrebten Gewichtsverlust von fünf Kilogramm wieder in Ihre alte Lieblingsjeans passen. Oder wie viel leichter Ihnen das Joggen nach dem Rauchstopp fallen wird. Sie können auch ein Foto von sich auf den Kühlschrank kleben, auf dem Sie noch etliche Kilos leichter waren – oder im Gegenteil eins, auf dem Sie sich wirklich zu dick finden. Ob Sie sich durch die positive oder die negative Vorstellung mehr motivieren lassen, ist typabhängig. Hauptsache, Sie finden starke (Kopf-)Bilder, die Sie zur Veränderung motivieren.

Zerlegen Sie das grosse Ziel in viele messbare Teilziele.
Auch wenn Ihnen das Ziel, fünf Kilo in drei Monaten zu verlieren, realistisch erscheint, ist eine Zeitdauer von drei Monaten  doch ziemlich unüberschaubar. Zerlegen Sie die drei Monate ganz bewusst in zwölf einzelne Wochen, und fixieren Sie auf dem Weg zum grossen Ziel viele kleine realistische (und am besten messbare) Teilziele. Zum Beispiel: Ich werde die erste Woche vollständig auf  Weissmehl, Zucker und Alkohol verzichten zugunsten von fünf Portionen Obst & Gemüse pro Tag. Oder: In zwei Wochen will ich nachhaltig das erste Kilo auf Nimmerwiedersehen verloren haben. Oder: In vier Wochen will ich fünf Mal pro Woche eine halbe Stunde am Stück joggen können. Oder:….

Geniessen Sie auch die kleinen Erfolge.
Wenn Sie tatsächlich eine Woche lang auf Weissmehl, Zucker und Alkohol zugunsten von fünf Portionen Obst & Gemüse pro Tag verzichtet haben, dürfen Sie sich erstmal über Ihren eigenen Erfolg freuen – auch wenn sich auf der Waage vielleicht noch nicht viel getan hat. Bestimmt aber werden Sie sich jetzt schon viel besser fühlen als zu Beginn Ihrer Ernährungsumstellung. Denken Sie daran: Selbstvorwürfe werfen Sie nur zurück;  die Freude, ein Ziel erreicht zu  haben, wird Sie jedoch weiter bestärken und zum Weitermachen motivieren. Belohnen Sie sich für Ihren Durchhaltewillen  – natürlich nicht mit einem Stück Schwarzwäldertorte, sondern mit einem Saunabesuch oder einem neuen Buch.

Lassen Sie andere teilhaben.
Informieren Sie Ihre Familie und Freunde über Ihre Ziele. Sicher wird sich der eine oder andere gern bereit erklären, Sie bei Ihren Vorhaben aktiv zu unterstützen: Gemeinsam Sport treiben oder eine Zeitlang auf Alkohohl und Süssigkeiten zu verzichten, ist für jedermann ein Gewinn.. Zudem werden Sie es sich zweimal überlegen, von Ihren guten Vorsätzen abzuweichen, wenn Sie doch noch vor wenigen Wochen lauthals verkündet haben, wie Sie Ihre Leben ändern und welche konkreten Ziele Sie erreichen wollen.

Machen Sie einfach weiter, wenn Sie mal einen Durchhänger haben.
Bis aus schlechten Gewohnheiten gute werden, kann’s schon dauern. Die Gefahr lauert dann, wenn man nach Wochen oder Monaten denkt, endlich über dem Berg zu sein: Ob man sich jetzt. wo man sich innerlich gefestigt fühlt, nicht doch ein kleines Feierabend-Zigarettchen oder einen saftigen Hamburger mit Pommes gönnen könnte? Nach Wochen des Verzichts kann es gut sein, dass aus dem Zigarettchen zwei Päckchen und aus dem einen Hamburger eine wahre Fast-Food-Orgie wird. Statt jetzt die Flinte ins Korn zu werfen und zu denken, dass sowieso alles keinen Sinn hätte, sollte man sich auf seine Erfolge zurückbesinnen und darauf, wie gut man sich in seinem gesünderen Leben gefühlt hat. Atmen Sie tief durch und erinnern Sie sich, wie vital Sie sich neulich beim Laufen in der frischen Morgenluft gefühlt haben und wie gut Ihnen der abendliche Rohkostteller jeweils geschmeckt hat. Machen Sie einfach dort weiter, wo Sie aufgehört haben; streichen Sie Ihren Rückfall aus dem Kopf und  geisseln Sie sich nicht wegen Ihrer Schwäche, sondern seien Sie stolz auf Ihre Stärke!